Kinesiologisches Tape

Kinesiologisches Tape kann Schmerzen lindern, den Heilungsprozess bei Verletzungen unterstützen und Entzündungen hemmen. Auch bei muskulären Verspannungen, die oft als Kompensationsbeschwerden bei oder nach Sportverletzungen auftreten, sind Verbände mit kinesiologischen Tapes eine sanfte und unterstützende Maßnahme, um ganzheitlich den Körper zu unterstützen. Wie das genau funktioniert und wie bzw. wofür Sportler und Athleten das Kinesio-Tape einsetzen, erfahren Sie bei uns.

Indikationen

– Schulterbeschwerden (z. B. Impingementsyndrom der Schulter, Schulterinstabilitäten,
Supraspinatussehnensyndrom, Zustand nach Schulterluxationen)
– Gelenkbeschwerden (z. B. Bandverletzungen, Instabilitäten, Arthrose, Schwellungen)
– Rückenschmerzen (z. B. Lumbago, HWS-Syndrom, Ischialgie)
– Muskelverletzungen und -beschwerden (Zerrungen, Faserrisse, Atrophien, Tonusveränderungen, Dysbalancen)
– Sehnenbeschwerden (z. B. Sehnenscheidenentzündungen, Insertionstendopathien, z. B. Achillodynien, Epikondylitis, Patellaspitzensyndrom)
– Überlastungsschäden an Muskeln, Bändern und Sehnen
– Fehlhaltungen, Haltungsschwächen, Fehlstellungen (z. B. Skoliose)
– Kopfschmerzen, Migräne
– Neuropathien, Multiple Sklerose
– Lymphabflussstörungen (primäre und sekundäre Lymphödeme), Aszites
– Faszienbeschwerden (z. B. Dysfunktionen)
– Prävention diverser Beschwerden

Kontraindikationen und Nebenwirkungen

– Das kinesiologische Tape ist bei bekannter Allergie gegen Polyacrylat-Kleber („Pflasterallergie“)
nicht anzuwenden.
– Für Tapeverbände (selbstklebende Tapes) ist aus der Fachliteratur bekannt, dass es in Einzelfällen zu allergischen Reaktionen und deutlich häufiger zu Hautreizungen kommen kann. Dies lässt sich auf die Eigenschaften des Tapings und des Materials zurückführen.
– Allergien werden verursacht durch Allergene wie z. B. den Klebstoff oder Farbstoffe.
Symptome sind in der Regel Rötungen, Jucken und Ekzeme oder Quaddeln.
– Hautreizungen werden durch physikalische Reize auf der Haut verursacht wie z. B. durch Wärme, Kälte, Druck, Okklusion (Verschluss des Hautareals), mechanische Reize (durch das Anlegen mit Zug/Dehnung oder Abziehen des Tapes). Aber auch der Einfluss von Wasser (durch Duschen oder Schweißbildung) und Stress können eine Rolle spielen. Symptome sind in der Regel Rötung und Jucken, aber auch so genannte Spannungsblasen. Häufig treten Irritationen in den Randbereichen des Tapes auf. Physikalische Reize auf die Haut können jedoch auch eine so genannte physikalische Urtikaria auslösen, weshalb auch Quaddeln auftreten können.

Als weitere absolute und relative Kontraindikationen werden Folgende angegeben:
– maligne Tumoren
– akute oder chronische Hauterkrankungen (z. B. Pilzinfektionen, Erythem, Erysipel)
– Gefäßpathologien, z. B. frische Thrombosen, Thrombophlebitis
– Medikamenteneinnahme (z. B. Cortison)
– Bestrahlung, Chemotherapie
– unklares Fieber
– Hautreizungen durch Solarium, Sonnenbad etc.
– keine Laser- oder Elektrotherapie auf die Tapeanlage